Spam über Mailinglisten – warum wir aktuell E-Mails blockieren
Was passiert aktuell?
Spammer haben eine neue Methode entdeckt, um ihre Nachrichten erfolgreich zuzustellen: Sie erstellen Mailinglisten, beispielsweise über Google Groups, und tragen dort massenhaft E-Mail-Adressen als Teilnehmer ein – ohne deren Zustimmung.
Versendet der Angreifer anschließend eine E-Mail an diese Liste, wird sie automatisch an alle eingetragenen Teilnehmer verteilt. Da solche Mailinglisten häufig eine gute Reputation besitzen oder sogar von Spamfiltern als vertrauenswürdig eingestuft werden, gelangen diese Nachrichten oft ungefiltert in die Postfächer.
Warum dieses Verfahren so problematisch ist
Das eigentliche Problem entsteht nicht nur durch den Spam selbst, sondern durch die Kettenreaktionen, die daraus folgen:
- Autoresponder reagieren: Abwesenheitsnotizen oder automatische Antworten werden ausgelöst.
- Antworten gehen an die gesamte Liste: Diese automatischen Antworten werden wiederum an alle Teilnehmer der Mailingliste gesendet.
- Mail-Flut entsteht: Dadurch vervielfacht sich die Anzahl der E-Mails innerhalb kürzester Zeit.
- Verwirrung bei Empfängern: Viele Nutzer glauben, die letzte E-Mail sei „schuld“ und reagieren entsprechend verärgert.
Besonders problematisch: Weder Sie als Empfänger noch die scheinbaren Absender haben diesen Vorgang aktiv ausgelöst. Dennoch entsteht der Eindruck, dass legitime Absender für den Spam verantwortlich sind.
Warum wir eingreifen
Als Internetserviceprovider sehen wir es als unsere Aufgabe, unsere Kunden nicht nur vor klassischen Bedrohungen zu schützen, sondern auch auf neue Entwicklungen schnell zu reagieren. Die aktuell beobachtete Spam-Welle über Mailinglisten stellt eine besondere Herausforderung dar, da sie bestehende Schutzmechanismen gezielt umgeht.
Um unnötige Belastungen, Verunsicherung und potenzielle Risiken für Ihre Kommunikation zu vermeiden, haben wir uns daher entschieden, eine klare Maßnahme umzusetzen.
Unsere Maßnahme zum Schutz unserer Kunden
Ab sofort nehmen wir E-Mails mit Bezug zu entsprechenden Google-Mailinglisten nicht mehr an. Diese Nachrichten werden von uns gefiltert und nicht mehr in die Postfächer unserer Kunden zugestellt.
Diese Maßnahme dient ausschließlich dem Schutz Ihrer Systeme und Ihrer täglichen Arbeitsabläufe – insbesondere, um unnötige E-Mail-Fluten und Missverständnisse zu vermeiden.
Was Sie als Kunde wissen sollten
- Sie haben in der Regel keinen Einfluss darauf, ob Ihre Adresse in solche Listen aufgenommen wurde.
- Die empfangenen oder scheinbar von Ihnen versendeten E-Mails sind kein Zeichen für ein kompromittiertes Postfach.
- Die Maßnahme kann dazu führen, dass einzelne legitime Mailinglisten-Nachrichten nicht zugestellt werden.
- Bei Rückfragen oder Unsicherheiten stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

